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Forschungseinrichtungen

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ESA / Space in Member States / Germany

Zahlreiche Organisationen, Firmen, Körperschaften, Institutionen und Personen beschäftigen sich in Deutschland auf verschiedenen Ebenen mit Weltraumforschung, der Durchführung von Raumfahrtaktivitäten sowie ihrer Vermittlung an die Öffentlichkeit.

Kurze Beschreibungen der nationalen Forschungseinrichtungen finden Sie hier:

Max-Planck-Gesellschaft

Die Max-Planck-Gesellschaft ist Deutschlands erfolgreichste Forschungsorganisation – seit ihrer Gründung 1948 finden sich alleine 18 Nobelpreisträger in den Reihen ihrer Wissenschaftler. Damit ist sie auf Augenhöhe mit den weltweit besten und angesehen­sten Forschungsinstitutionen. Die mehr als 15.000 Publikationen jedes Jahr in interna­tional renommierten Fachzeitschriften sind Beleg für die hervorragende Forschungsar­beit an Max-Planck-Instituten – viele Artikel davon dürfen sich zu den meist zitierten Publikationen in ihrem jeweiligen Fachgebiet zählen.

Die derzeit 83 Max-Planck-Institute und Einrichtungen betreiben Grundlagenforschung in den Natur-, Bio-, Geistes- und Sozialwissenschaften im Dienste der Allgemeinheit. Max-Planck-Institute engagieren sich in Forschungsgebieten, die besonders innovativ sind, einen speziellen finanziellen oder zeitlichen Aufwand erfordern. Ihr Forschungsspektrum entwickelt sich dabei ständig weiter: Neue Institute werden gegründet oder bestehende Institute umgewidmet, um Antworten auf zukunfts­trächtige wissenschaftliche Fragen zu finden. Diese ständige Erneuerung erhält der Max-Planck-Gesellschaft den Spielraum, auf neue wissenschaftliche Entwicklungen rasch reagieren zu können.

Helmholtz-Gemeinschaft

Die Helmholtz-Gemeinschaft hat die Aufgabe, langfristige Forschungsziele des Staates und der Gesellschaft zu verfolgen und die Lebensgrundlagen des Menschen zu erhalten und zu verbessern. Dazu identifiziert und bearbeitet sie große und drängende Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch strategisch-programmatisch ausgerichtete Spitzenforschung in sechs Bereichen. In der Gemeinschaft haben sich 19 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren zusammengeschlossen. Mit mehr als 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Jahresbudget von 4,8 Milliarden Euro ist die Helmholtz-Gemeinschaft die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands.

Helmholtz leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch strategisch-programmatisch ausgerichtete Spitzenforschung in den Bereichen Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr, Materie sowie Schlüsseltechnologien.

DFG

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft ist die Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft in Deutschland. Sie dient der Wissenschaft in allen ihren Zweigen. Organisiert ist die DFG als privatrechtlicher Verein. Ihre Mitglieder sind forschungsintensive Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, wissenschaftliche Verbände sowie die Akademien der Wissenschaften.

Die DFG erhält ihre finanziellen Mittel zum größten Teil von Bund und Ländern, die in allen Bewilligungsgremien vertreten sind. Dabei stellen Stimmverhältnisse und Verfahrensregeln wissenschaftsgeleitete Entscheidungen sicher.

Die DFG unterstützt Vorhaben aus allen wissenschaftlichen Fachrichtungen und fördert insbesondere die interdisziplinäre Zusammenarbeit unter Forscherinnen und Forschern.

Die DFG berät Parlamente, Regierungen und öffentliche Einrichtungen in wissenschaftlichen Fragen. Als Stimme der Wissenschaft im politischen und gesellschaftlichen Diskurs berät und begleitet sie politische Entscheidungsprozesse mit wissenschaftlichem Sachverstand. Mit den Beratungen in ihren Ausschüssen und Senatskommissionen und durch die Veröffentlichung dieser Ergebnisse nimmt die DFG Stellung zu Strukturfragen der Wissenschaft und zur verantwortlichen Anwendung wissenschaftlicher Arbeitsergebnisse in der Gesellschaft.

Fraunhofer-Gesellschaft

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die führende Organisation für angewandte Forschung in Europa. Unter ihrem Dach arbeiten 72 Institute und Forschungseinrichtungen an Standorten in ganz Deutschland. Mehr als 26 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erzielen das jährliche Forschungsvolumen von 2,6 Milliarden Euro. Davon fallen 2,2 Milliarden Euro auf den Leistungsbereich Vertragsforschung (Stand: 31. März 2019). Rund 70 Prozent dieses Leistungsbereichs erwirtschaftet die Fraunhofer-Gesellschaft mit Aufträgen aus der Industrie und mit öffentlich finanzierten Forschungsprojekten. Internationale Kooperationen mit exzellenten Forschungspartnern und innovativen Unternehmen weltweit sorgen für einen direkten Zugang zu den wichtigsten gegenwärtigen und zukünftigen Wissenschafts- und Wirtschaftsräumen.

ZARM

Das Zentrum für angewandte Raumfahrt­technologie und Mikro­gravitation (ZARM) ist ein wissenschaftliches Institut im Fachbereich Produktionstechnik – Maschinenbau und Verfahrenstechnik – der Universität Bremen. Das Institut wurde im September 1985 mit der Zielsetzung gegründet Flüssigkeitsphänomene unter Schwerelosigkeit zu untersuchen und Raumfahrttechnologien zu entwickeln. Heute ist das ZARM ein international beachtetes Forschungszentrum, das eine multidisziplinäre Expertise in den Bereichen der Strömungsmechanik, Raumfahrttechnologie und Weltraumwissenschaften aufweist. Die Forschung am ZARM deckt dabei experimentelle, theoretische und numerische Untersuchungsansätze in der Grundlagenforschung ab und widmet sich zugleich der Entwicklung von Technologien für Weltraummissionen und Mikrogravitationsexperimenten, wie z.B. auf der Internationalen Raumstation (ISS). Das ZARM beschäftigt insgesamt über 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Ingenieurinnen und Ingenieure, Verwaltungskräfte sowie Studierende aus den Fachbereichen Produktionstechnik, Physik und Informationstechnologie.