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Kyoto und Osaka

29/10/2018 381 views
ESA / Space in Member States / Germany / Highlights

Der Satellit Copernicus Sentinel-2B zeigt uns Kyoto und Osaka, beide Großstädte mit 1,5 bzw. 2,7 Millionen Einwohnern in Japan, in einem atemberaubenden Falschfarbenbild. Die beiden Städte sind natürlich wesentlich kleiner als die Landeshauptstadt Tokio, die mit etwa 38 Millionen Einwohnern eine der größten Metropolen der Welt ist.

Die Landschaft der Präfektur Kyoto ist sehr abwechslungsreich, mit Bergen, Bambushainen, Wasserfällen und Wäldern. Die Vegetation erscheint auf dem Bild in lebhaften Blautönen, die bebauten Gebiete sind in Gelb-Rot-Tönen dargestellt. Bei der Bildverarbeitung wurden größere Wellenlängen eingesetzt, um die Landbedeckung besser zu differenzieren, den Dunst zu durchdringen und Wasserflächen zu erkennen.

Nahezu drei Viertel des Landes ist bergig, aber weniger als 10% davon sind mit Wasserflächen bedeckt. Nordöstlich von Kyoto ist der Lake Biwa in der benachbarten Präfektur Shiga zu sehen, der am höchsten gelegene Süßwassersee Japans mit einer Ausdehnung von 672 km².

Die Zone ist berühmt für Narezushi, dem Vorläufer des heutigen Sushis, von dem angenommen wird, dass es aus dem zweiten Jahrhundert unserer Zeitrechnung in Südost-Asien stammt. In Japan wurde es zwischen dem achten und zehnten Jahrhundert zubereitet. Für das typische Funazushi wird der Nigorobuna-Karpfen verwendet, der im Lake Biwa heimisch ist. Der Fisch wird hierfür fast ein Jahr lang in Fässern mit Reis und Salz fermentiert. Das Ergebnis ist ein Gericht mit würzigem Geschmack, das häufig mit Schimmelkäse verglichen wird. Dazu wird Sake gereicht.

Die antike Hauptstadt Japans, Kyoto, ist oben rechts im Bild zu sehen. Besucher aus der ganzen Welt reisen in diese Stadt, die weltweit als Kulturhauptstadt des Landes gilt. Sie werden von den zahlreichen Sehenswürdigkeiten angezogen, wie dem Fushimi Inari-Taisha, einem UNESCO Weltkulturerbe. Auf dem Schreingelände stehen mehr als 10.000 Torii zur Huldigung des Shintō-Gotts des Reises.

Die multikulturelle Gastronomieszene Osakas lockt derweil Gourmets an, die Ausschau nach köstlichem Street-Food halten und sich einen Einblick in die japanische “Kappo”-Küche wünschen. Wörtlich übersetzt bedeutet “Kappo” ‘schneiden und kochen’. Diese weniger formelle Art der Küche konzentriert sich darauf, Nähe zwischen Gast und Koch zu erzeugen. Häufig besteht die Möglichkeit, sich bei der Zubereitung mit dem Koch auszutauschen.

Die Group on Earth Observations (GEO) Week 2018 bringt vom 29. Oktober bis 2. November mehr als 100 Mitgliedsregierungen und 120 Teilnehmerorganisationen in Kyoto zusammen. Die Events in dieser Woche konzentrieren sich auf die Erdbeobachtung zum Nutzen der Menschheit auf der Grundlage der drei Themenschwerpunkte der GEO: das Sendai Rahmenwerk für Katastrophenvorsorge, das Pariser Klimaabkommen und die UN Nachhaltigkeitsziele.

Dieses Bild wurde am 11. Mai 2018 aufgenommen.

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