OPOS-SAT im Orbit
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OPS-SAT im Orbit: ein Sprungbrett für intelligente Missionskontrolle

20/12/2019 157 views 5 likes
ESA / Space in Member States / Germany

Der schuhkistengroße OPS-SAT der ESA befindet sich im Orbit und sendet stabile Signale an die Missionskontrolle auf der Erde. Der Miniatursatellit wird im Orbit als Testlabor für Experimente mit neuer Missionskontrollsoftware und -technik dienen.

Der Nanosatellit wurde am 18. Dezember an Bord der Sojus VS23 vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana in die Umlaufbahn gebracht und teilte sich den Flug mit dem italienischen Erdbeobachtungssatelliten COSMO-SkyMed, der ESA-Exoplaneten-Mission Cheops und zwei weiteren CubeSats.

Sojus-Start
Sojus-Start

Nach der Trennung von der Sojus-Fregat-Oberstufe um 14:00 MEZ wurde das erste verifizierte Signal von OPS-SAT am Starttag um 14:24 MEZ von  Funkamateur Petri Niemela aus Finnland empfangen.

Eine detaillierte Überprüfung aller Systeme des Nanosatelliten ist nun im Gange.

"Unser winziger Satellit ist in gutem Zustand und wir werden in den nächsten Wochen an der Inbetriebnahme der Systeme arbeiten, einschließlich der Umstellung der Kommunikationsverbindung auf hohe Bitraten", sagt OPS-SAT-Missionsleiter Dave Evans.
 "Funkamateure aus der ganzen Welt berichteten von einem frühen Empfang des OPS-SAT-Bakensignals und senden weiterhin Daten, die sie von unserem Satelliten empfangen. Die Informationen, die sie uns zur Verfügung gestellt haben, waren sehr nützlich für uns - vielen Dank an alle für ihre hervorragende Unterstützung".

OPSA-SAT hat die Größe eines Schuhkartons
OPSA-SAT hat die Größe eines Schuhkartons

Mit mehr Flugrechenleistung als alle bisherigen ESA-Satelliten ist OPS-SAT ein Inflight-Teststand für alle Arten von vielversprechender neuer operationeller Software, Werkzeuge und Techniken.

Der kostengünstige Nanosatellit arbeitet hinsichtlich seiner Bodenschnittstellen wie ein extrem komplexer ESA-Satellit in Originalgröße. Damit können Forschungsteams von Unternehmen, Forschungsinstituten oder sogar Schul-Computerclubs frühzeitig neue Technologien im Weltraum testen.

Die OPS-SAT-Experimente werden Themen wie KI und autonome Planung, Fehlererkennung und -bestimmung , d.h., dass Satelliten Fehler erkennen und selbst korrigieren können, sowie neue Datenkompressions- und Signalverschlüsselungstechniken abdecken.

Antenne der OPS-SAT Missionskontrolle im Satellitenkontrollzentrum der ESA in Darmstadt
Antenne der OPS-SAT Missionskontrolle im Satellitenkontrollzentrum der ESA in Darmstadt

Die Mission wird auch die optische Kommunikation für Kryptographie-Experimente und das "Spectrum Analyzer in the Sky"-Experiment zur Überwachung von Funksignalen erproben.
OPS-SAT ist der neueste Technologie CubeSat der ESA - ein Kleinsatellit, der auf standardisierten 10-cm-Boxen basiert und viel günstiger und schneller zu bauen ist als herkömmliche Missionen.

Die Mission ist ein '3-teiliger' CubeSat, der aus drei solcher Boxen aufgebaut ist - aber trotz seiner geringen Größe extrem leistungsfähig ist, ausgestattet mit einer Erdbeobachtungskamera, einem GPS-Sensor und Sternenkamaras für die Navigation, Schwungrädern für die Positionierung, Funkantennen und einem optischen Datenempfänger und Retro-Reflektoren sowie einem sehr leistungsfähigen Prozessor mit 8 GB Massenspeicher.

OPS-SAT wurde für die ESA von einem Konsortium aus Partnern aus Österreich, Polen, Deutschland und Dänemark unter der Leitung der TU Graz und Unitel IT Innovationen in Österreich gebaut, unterstützt durch das FLY-Element des General Support Technology Programms (GSTP) der ESA, das vielversprechende Technologien für den Weltraum vorbereitet.

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