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N° 11–2015: EDRS-Dienste für Copernicus in Zusammenarbeit mit Europäischer Kommission bestätigt

25 Februar 2015

Nach dem kürzlich erfolgten Beschluss, mit dem die Partnerschaft zwischen der ESA und Airbus Defence and Space (Airbus DS) beim Europäischen Datenrelaissatellitensystem (EDRS) besiegelt wurde, wurde nun mit der Europäischen Kommission (EK) eine Einigung über die Bereitstellung von EDRS-Diensten für das Copernicus-Programm der Europäischen Union erzielt.

Im Anschluss haben die ESA und Airbus DS am 20. Februar 2015 eine Dienstgütevereinbarung über die Bereitstellung von Hochgeschwindigkeitskommunikation für die Copernicus-Missionen Sentinel-1 und -2 unterzeichnet, die zwischen 2015 und 2021 gültig sein wird und bis 2028 verlängert werden kann.

Die Vereinbarung umfasst die Einsetzung eines gemeinsamen Lenkungsausschusses mit hochrangigen Vertretern der EK, der ESA und von Airbus DS zur Überwachung des Stands und der Weiterentwicklung des EDRS, durch das eine autonome europäische Datenrelaiskapazität aufrechterhalten werden soll.

Zudem haben die ESA und Airbus DS auch einen Dienstleistungsvertrag unterzeichnet, in dessen Rahmen künftig Datenrelaiskapazitäten für andere ESA- und ESA-Partnermissionen bereitgestellt werden sollen. Als erster zusätzlicher Nutzer soll das Columbus-Modul der ESA auf der Internationalen Raumstation (ISS) ab 2018 mit Datenrelaisdiensten versorgt werden, wodurch eine Unterstützung für wissenschaftliche Experimente bereitgestellt und die Kommunikationsdienste für die Astronauten an Bord der ISS verbessert werden.

Somit stellen Copernicus und Columbus bzw. die ISS als erste Nutzer das Kundenfundament für das EDRS dar. Dies ermöglicht Airbus DS die Investition in die Fertigstellung und den Betrieb des EDRS. Es wird davon ausgegangen, dass Airbus DS den kommerziellen Markt für EDRS-Dienste erschließen und eine Weiterentwicklung des Systems hin zu einer globalen Deckung fördern wird. Mit diesen Vereinbarungen ist die ESA in der Lage, ihre auf der Ministerratstagung 2014 mit dem GlobeNet-Programm eingeleitete Unterstützung der EDRS-Weiterentwicklung zu konsolidieren.

Wie Glasfaser auf der Erde wird das EDRS, das auch als weltraumgestützte Datenautobahn bezeichnet wird, Laserkommunikation im All mit Übertragungsraten von bis zu 1,8 Gigabyte pro Sekunde bereitstellen. So wird über geostationäre Kommunikationssatelliten ein Datentransfer von Erdbeobachtungssatelliten, Drohnen oder Luftfahrzeugen in Quasi-Echtzeit zur Erde ermöglicht. Die ESA wird größere Bilddaten rascher und sicherer herunterladen können, wodurch die Umweltüberwachung, der Katastrophenschutz und das Krisenmanagement verbessert werden.

Die Copernicus-Satelliten Sentinel-1A und -1B und Sentinel-2A und -2B sind mit Laserkommunikationsterminals (LCT) ausgerüstet und werden den Nutzerstamm des EDRS darstellen. Neben Copernicus wird das EDRS zudem auch kommerzielle und institutionelle Nutzer weltweit bedienen können.

Über die ESA

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA), Europas Tor zum Weltraum, ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und anderswo zugutekommen.

Die ESA hat 20 Mitgliedstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich. Davon sind 18 auch Mitgliedstaaten der EU. Zwei weitere EU-Mitgliedstaaten, Ungarn und Estland, sind ebenfalls dem ESA-Übereinkommen beigetreten und werden in Kürze auch offiziell neue Mitgliedstaaten der ESA sein.

Im Rahmen von Kooperationsabkommen unterhält die ESA Beziehungen zu sechs EU-Mitgliedstaaten. Auch Kanada nimmt im Rahmen eines Kooperationsabkommens an bestimmten ESA-Programmen teil.

Darüber hinaus arbeitet die ESA mit der EU zusammen, um die Programme Galileo und Copernicus zu verwirklichen.

Dank der Koordinierung der Finanzressourcen und Kompetenzen ihrer Mitgliedstaaten kann die ESA Programme und Tätigkeiten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen.

Die ESA entwickelt Raumfahrzeugträger, Satelliten und Bodenanlagen, um sicherzustellen, dass Europa bei Raumfahrtvorhaben weltweit an der Spitze bleibt.

Sie entwickelt und startet Erdbeobachtungs-, Navigations-, Telekommunikations- und Astronomiesatelliten, schickt Raumsonden in entlegene Regionen des Sonnensystems und beteiligt sich an der bemannten Exploration des Weltraums.

Mehr über die ESA: www.esa.int.

 

Weitere Informationen:

ESA-Referat Medienbeziehungen
Email: media@esa.int
Tel: +33 (0)1 53 69 72 99



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