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Science & Exploration

N° 77–2025: Das Europäische Astronautenzentrum wird erweitert

20 November 2025

Das Europäische Astronautenzentrum wird durch einen Neubau erweitert, in dem ein größerer Teil der Mitarbeiter der Europäischen Weltraumorganisation untergebracht werden soll, wodurch sich die derzeitige Zahl der Vertreter in Köln fast verdreifachen wird. 

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat eine Absichtserklärung (Letter of Intent, LoI) mit dem Land Nordrhein-Westfalen (NRW) und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) unterzeichnet, in der die nächsten Schritte für den Bau eines neuen Gebäudes in Köln festgelegt sind.

Das Europäische Astronautenzentrum (EAC), Sitz des Europäischen Astronautenkorps und eingebettet in die lokale DLR-Campusinfrastruktur, ist derzeit voll ausgelastet. Um mehr Menschen vor Ort unterbringen zu können, wird neben dem bestehenden Gebäude ein neues Gebäude errichtet, das neue Büroräume für die Mitarbeiter der ESA-Direktion für bemannte und robotergestützte Exploration bieten wird.

Die neue Einrichtung, die voraussichtlich Ende 2028 fertiggestellt sein wird, verfügt über ein Gesamtbudget von 20 Millionen Euro, wobei die Kosten zu gleichen Teilen von der ESA und NRW getragen werden. Dieses Gebäude ermöglicht es der ESA, einen Teil der Mitarbeiter der Direktion von den Niederlanden nach Deutschland zu verlegen und Köln zum neuen Zentrum der europäischen Weltraum-Exploration zu machen.

„Dieses neue Gebäude ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung unserer Direktion. Wir werden die Zahl der Mitarbeiter vor Ort fast verdreifachen, und das Europäische Astronautenzentrum wird zu unserem Hauptstandort für die Explorationsaktivitäten der ESA werden“, sagte Daniel Neuenschwander, Direktor für bemannte und robotergestützte Exploration bei der ESA.

„Heute zeigt Nordrhein-Westfalen, wofür unsere Region steht: Mut, technologische Souveränität und den klaren Willen, die Zukunft zu gestalten. Mit der Verlagerung dieser ESA-Direktion nach Köln schaffen wir nicht nur hochqualifizierte Arbeitsplätze, sondern verankern NRW fest im Herzen der europäischen Raumfahrt und geben Forschung und Industrie den nötigen Schwung für die nächsten großen Schritte in der Erforschung des Weltraums“, sagte Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.

„Mit der Verlagerung der zuständigen ESA-Direktion nach Köln erhält die bemannte Raumfahrt und Weltraumforschung eine neue gemeinsame Heimat in Deutschland. Dies stärkt die europäische Kompetenz in der bemannten und robotergestützten Weltraumforschung weiter und verbessert die Voraussetzungen für künftige ESA-Missionen, Ausbildungsprogramme und internationale Kooperationen – ein wichtiges Signal kurz vor der ESA-Ministerratssitzung, die nächste Woche in Bremen stattfindet“, sagte Walther Pelzer, Generaldirektor des DLR. 

„Der DLR-Standort Köln ist ein fester Bestandteil der Luft- und Raumfahrtlandschaft Nordrhein-Westfalens. Die geplanten Investitionen werden die Entwicklung des Space Hub Cologne weiter vorantreiben. Damit wird auch die Forschungs- und Entwicklungsarbeit des DLR in den Bereichen Luft- und Raumfahrtmedizin und Exploration gestärkt“, sagte Klaus Hamacher, stellvertretender Vorsitzender des DLR-Vorstands.

Die Unterzeichnung zwischen den drei Partnern fand in der LUNA-Einrichtung statt, einem Gebäude, das sich im gemeinsamen Besitz der ESA und des DLR befindet und ein Symbol für die Synergien zwischen der europäischen und der deutschen Weltraumagentur ist.

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Über die Europäische Weltraumorganisation

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ist Europas Tor zum Weltraum.

Die ESA ist eine zwischenstaatliche Organisation, die 1975 mit dem Ziel gegründet wurde, die Entwicklung der europäischen Raumfahrtkapazitäten zu gestalten und sicherzustellen, dass Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern Europas und der Welt zugutekommen.

Die ESA hat 23 Mitgliedstaaten: Österreich, Belgien, die Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Slowenien, Spanien, Schweden, die Schweiz und das Vereinigte Königreich. Lettland, Litauen und die Slowakei sind assoziierte Mitglieder.

Die ESA hat eine formelle Zusammenarbeit mit vier EU-Mitgliedstaaten aufgebaut. Kanada beteiligt sich im Rahmen eines Kooperationsabkommens an einigen ESA-Programmen.

Durch die Koordinierung der finanziellen und intellektuellen Ressourcen ihrer Mitglieder kann die ESA Programme und Aktivitäten durchführen, die weit über den Rahmen eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen. Sie arbeitet insbesondere mit der EU bei der Umsetzung der Programme Galileo und Copernicus sowie mit Eumetsat bei der Entwicklung von meteorologischen Missionen zusammen.

Weitere Informationen über die ESA finden Sie unter www.esa.int.