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Artemis II splashdown
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Wasserung von Artemis II

11/04/2026 208 views 1 likes
ESA / Space in Member States / Germany

Heute um 17:07 Ortszeit am 10. April, 01:07 BST/02:07 MESZ am 11. April, sind das Orion-Raumschiff der NASA und seine Besatzung sicher im Pazifischen Ozean gelandet, womit die Artemis-II-Mission beendet ist. Das Europäische Servicemodul der ESA trieb diese historische Mission an, die zum ersten Mal seit der Apollo 17 Mission im Jahr 1972 vier Astronaut*innen um den Mond und wieder zurück brachte.

Orion und sein europäisches Servicemodul bringen die Besatzung um den Mond und zurück zur Erde
Orion und sein europäisches Servicemodul bringen die Besatzung um den Mond und zurück zur Erde

Das Europäische Servicemodul versorgte die Astronaut*innen mit Luft und Trinkwasser, erzeugte über seine vier Solaranlagen Strom, sorgte für die Temperaturregelung in der rauen Umgebung des Weltraums und trieb Orion über 1.000.000 Kilometer durch den Weltraum. Das hauptsächlich von der europäischen Industrie unter der Leitung der ESA gebaute Europäische Servicemodul wurde von Airbus Defence and Space in Bremen, unter Mitwirkung von Unternehmen aus 13 europäischen Ländern, darunter 20 Hauptauftragnehmer und über 100 europäische Zulieferer, montiert.

Europäische Ingenieur*innen im Orion-Missions-Evaluation-Room im Johnson Space Center der NASA
Europäische Ingenieur*innen im Orion-Missions-Evaluation-Room im Johnson Space Center der NASA

Europäische Ingenieur*innen unterstützten die Mission rund um die Uhr vom technischen Zentrum der ESA, dem ESTEC, in den Niederlanden, vom Johnson Space Center der NASA in Houston und vom Europäischen Astronautenzentrum der ESA in Köln aus.

Europäische Ingenieur*innen im Eagle-Kontrollraum am technischen Standort der ESA in den Niederlanden
Europäische Ingenieur*innen im Eagle-Kontrollraum am technischen Standort der ESA in den Niederlanden

„Das Europäische Servicemodul hat eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass Europa in der Lage ist, entscheidende Komponenten für ehrgeizige internationale Erkundungsmissionen bereitzustellen", sagt ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher. „Im Namen der ESA möchte ich all unseren Industriepartnern in ganz Europa herzlich für ihr Engagement, ihre Professionalität und ihren unermüdlichen Fokus auf Qualität danken. Dieser Erfolg spiegelt jahrelange enge Zusammenarbeit, technische Exzellenz und das Vertrauen zwischen der ESA und der europäischen Industrie wider. Insbesondere möchte ich Airbus Defence and Space als Hauptauftragnehmerin dieses komplexen und wahrhaft paneuropäischen Vorhabens würdigen.“

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Wie Europa die Reise zum Mond und zurück antreiben wird
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Europa am Steuer

Die Artemis-II-Rakete mit Orion und dem europäischen Servicemodul an der Spitze startete vom Kennedy Space Center der NASA.
Die Artemis-II-Rakete mit Orion und dem europäischen Servicemodul an der Spitze startete vom Kennedy Space Center der NASA.

Am 2. April um 00:35 Uhr MESZ startete die Space Launch System-Rakete der NASA vom Kennedy Space Center in Florida mit vier Astronaut*innen an Bord des Raumschiffs Orion. Zwanzig Minuten nach dem Start entfalteten sich die vier Solarpaneele des European Service Module im Weltraum und begannen, Orion mit Strom zu versorgen. Etwa drei Stunden nach Beginn der Mission trennte sich Orion von der Oberstufe der Rakete, und die Astronaut*innen übernahmen die manuelle Steuerung. Dabei nutzten sie die Triebwerke des European Service Module, um Manöver im Nahbereich für zukünftige Artemis-Missionen zu üben.

Orion, das europäische Servicemodul und der Mond in der Ferne
Orion, das europäische Servicemodul und der Mond in der Ferne

Am zweiten Flugtag der Artemis-II-Mission, nach einem Tag voller Sicherheitschecks in der Erdumlaufbahn, gab die Missionskontrolle grünes Licht für den Eintritt in die Mondumlaufbahn. Ein 350 Sekunden lange Zündvorgang, der vom Haupttriebwerk des Europäischen Servicemoduls durchgeführt wurde, brachte Orion und seine Besatzung auf ihre Freiflugbahn um den Mond. Dieser erste Zündvorgang war so präzise, dass zwei der drei auf dem Weg zum Mond geplanten Bahnkorrekturzündungen zur Feinabstimmung der Flugbahn des Raumfahrzeugs abgesagt wurden.

„Das Europäische Servicemodul hat alle Erwartungen übertroffen und das europäische Know-how auf höchstem Niveau unter Beweis gestellt“, sagt Daniel Neuenschwander, Direktor für astronautische und robotergestützte Exploration bei der ESA. „Dieser Erfolg ist ein Beweis für die harte Arbeit aller an diesem Projekt beteiligten Teams. Von den europäischen Ingenieur*innen, die jahrelang an der Entwicklung der Hardware gearbeitet haben, bis hin zu den Expert*innen, die den Start aus den Kontrollräumen in Europa und den Vereinigten Staaten unterstützt haben ... sie sind es, die diesen Traum, neue Grenzen zu überwinden, wahr gemacht haben.“

Das europäische Servicemodul von Orion mit Triebwerken und Solarpaneelen
Das europäische Servicemodul von Orion mit Triebwerken und Solarpaneelen

Die Besatzung von Orion flog am 6. April am Mond vorbei und brach damit den Rekord von Apollo 13 für die größte Entfernung von der Erde. Nach dem Vorbeiflug am Mond fanden während der viertägigen Rückreise zur Erde drei weitere Kurskorrekturen statt.

Am zehnten Flugtag, dem letzten Tag der Artemis-II-Mission, trennten sich das Besatzungsmodul von Orion und das Europäische Servicemodul am 11. April um 01:33 Uhr MESZ. Zwanzig Minuten später begann das Besatzungsmodul seinen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre, und nur wenige Minuten später erfolgte die Wasserung. Das Europäische Servicemodul selbst verglühte harmlos in der Erdatmosphäre.

Die Erde geht während der Artemis-II-Mission über dem Mondhorizont unter
Die Erde geht während der Artemis-II-Mission über dem Mondhorizont unter