Wie soll das Dino-Maskottchen der Hera-Mission heißen?
Die Asteroidenmission Hera aus dem Bereich planetare Verteidigung der Europäischen Weltraumorganisation ESA hat einen Cartoon-Dinosaurier als Maskottchen. Der Grund: Dinosaurier wurden durch einen Asteroideneinschlag ausgelöscht – sie hatten keine Raumfahrtagentur, die Menschen jedoch schon! Nun bitten wir Sie, unserem Dino einen Namen zu geben und erhalten damit die Chance, einen Platz bei der Veranstaltung zur Ankunft an Heras Zielasteroiden im November zu gewinnen.
Ian Carnelli, Hera’s mission manager, comments: “Hera’s dino, riding inside its air balloon, features in all our animations, in our LEGO models and, in sticker form, is emblazoned on all our team laptops!
Ian Carnelli, Hera-Missionsmanager, sagt:„Heras Dino in seinem Ballon, ist in all unseren Animationen zu sehen, auf unseren LEGO-Modellen und schmückt in Form von Aufklebern die Laptops unseres gesamten Teams!
„Und ich kann exklusiv verraten, dass unser kleiner Dino auch an Bord der Raumsonde selbst mitreist. Sein Auftritt wird ungefähr zu dem Zeitpunkt enthüllt, an dem wir unsere Zielasteroiden erreichen.
Bis dahin braucht unser Dino jedoch einen Namen, und wir freuen uns auf Ihre Vorschläge! Die Person, deren Namensidee von einer Hera-Jury ausgewählt wird, wird zur Vorstellung der ersten Bilder eingeladen, die Hera nach ihrer Ankunft bei den Asteroiden Didymos und Dimorphos aufnimmt. Diese findet am 25. November in Berlin statt.“
Hera für die planetare Verteidigung
Hera ist die erste Mission der ESA zur planetaren Verteidigung. Die Raumsonde hat in etwa die Größe eines Kleinwagens. Sie ist auf dem Weg zum Asteroiden Dimorphos, der wiederum den größeren Asteroiden Didymos umkreist. Dimorphos hat bereits Geschichte geschrieben, denn er ist das erste Objekt im Sonnensystem, dessen Umlaufbahn durch menschliches Handeln verändert wurde, als die NASA-Raumsonde DART im September 2022 mit ihm kollidierte.
Der Einschlag von DART verursachte eine Aufhellung sowie eine Veränderung der Umlaufzeit von Dimorphos um Didymos, die von Teleskopen am Boden beobachtet werden konnten. Was jedoch mit Dimorphos selbst geschah, weiß bislang niemand. Hera wird dorthin fliegen, um die Einschlagstelle aus nächster Nähe zu untersuchen. So soll das kinetische Einschlagsexperiment von DART zu einer gut verstandenen Methode der planetaren Verteidigung weiterentwickelt werden, die bei Bedarf gegen potenziell gefährliche Objekte eingesetzt werden könnte.
Von Dinosauriern und Asteroiden
Dinosaurier, die derzeit im Kino in „The End of Oak Street“ zu sehen sind, faszinieren die Kultur seit Generationen. Diese prähistorischen Giganten beherrschten den gesamten Planeten über Millionen von Jahren, bis sie plötzlich verschwanden.
Dinosaurier und Asteroiden sind im öffentlichen Bewusstsein eng miteinander verknüpft, seit die Wissenschaftler Luis Alvarez und Walter Alvarez, Vater und Sohn, zu dem Schluss kamen, dass das damals rätselhafte Aussterben der Dinosaurier auf den Einschlag eines gewaltigen Himmelskörpers auf der Erde zurückzuführen war.
Diese bahnbrechende Entdeckung wird heute mit dem Chicxulub-Krater vor der Küste Mexikos in Verbindung gebracht. Sie zeigt, wie Einschlagsereignisse die Geschichte des Lebens auf der Erde geprägt haben und dass sie auch heute noch ein Risiko für uns darstellen.
Wie der Science-Fiction-Autor Larry Niven einst bemerkte: „Die Dinosaurier sind ausgestorben, weil sie kein Raumfahrtprogramm hatten.“
Um die Überlebenschancen über das Niveau der Dinosaurier hinaus zu verbessern, umfasst das Space-Safety-Programm der ESA auch die planetare Verteidigung. Dazu gehören Hera und weitere Asteroidenmissionen, darunter Ramses, die dem Asteroiden Apophis begegnen soll, wenn dieser 2029 an der Erde vorbeifliegt, sowie Neomir, die Asteroiden aus dem Orbit heraus aufspüren wird.
Ergänzt werden diese Missionen durch das Near-Earth Object Coordination Centre der ESA in Frascati in Italien. Dort werden Beobachtungen kleiner Himmelskörper koordiniert, die sich der Erde nähern, um ihre potenzielle Einschlagsgefahr zu bewerten und zu überwachen.
Wie kam Hera also zu ihrem Dino-Maskottchen? Das portugiesische Unternehmen Science Office entwickelte die Animationsserie der Mission und entwarf dabei die Figuren für die Hera-Raumsonde und ihre beiden CubeSat-Begleiter.
Geschäftsführerin Mariana Barrosa erinnert sich: „Als wir das Storyboard für die erste Cartoon-Folge erstellten, haben wir eine Szene eingebaut, in der einige Dinosaurier für die planetare Verteidigung demonstrieren. Daraus entstand die Idee: ,Wäre es nicht lustig, wenn Hera einen eigenen Dinosaurier als Haustier hätte?‘“
Das Einzige, was Heras Dino, der bequem in seinem Ballon reist, noch fehlt, ist ein Name. Und genau hier kommen Sie ins Spiel!
So nehmen Sie teil
Um am Namenswettbewerb für den Dino teilzunehmen, geben Sie Ihren Namen, Ihre E-Mail-Adresse, Ihren Namensvorschlag, eine Begründung sowie optional ein Video über dieses Formular ein oder senden Sie diese Angaben per E-Mail an hera.challenge@esa.int.
Der Wettbewerb steht allen Bürger*innen der ESA-Mitgliedstaaten, kooperierenden und assoziierten Staaten offen. Einsendeschluss ist Freitag, der 23. Oktober.
Der Preis ist die Teilnahme an der Veranstaltung zur Enthüllung der ersten Hera-Bilder am 25. November in Berlin (Reisekosten und eine Übernachtung im Hotel werden nur innerhalb des europäischen Kontinents übernommen). Sollte die gewinnende Person unter 18 Jahre alt sein, kann ein Elternteil oder eine andere erwachsene Begleitperson sie begleiten.
Lesen Sie unsere vollständigen Teilnahmebedingungen.
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